Amazon Provisionen in den USA gekürzt

Bereits am Dienstag berichtete CNBC über anstehende Provisionsänderungen bei Amazons Affiliate Programm. Demnach wird es ab dem 21. April 2020 deutliche Provisionskürzungen geben. Zunächst in den USA.

Was ist passiert und welche Änderungen wird es geben?

Am Dienstag, den 14. April, haben alle Teilnehmer vom Amazon Partnernet in den USA eine E-Mail mit den bevorstehenden Änderungen bekommen.

Genauer gesagt, wird es für verschiedene Kategorien Kürzungen der Provisionssätze geben.

Für die Kategorie Möbel & Heimwerken wird der Provisionssatz zum Beispiel von 8 % auf 3 % gesenkt!

Bei Lebensmitteln soll der Provisionssatz von 5 % auf 1 % gesenkt werden.

Seit Jahren profitiert Amazon davon, dass Affiliates gezielt auf Produkte auf dem Amazon Markt verlinken. Dies ist für Amazon immer ein wichtiger Bestandteil des Marketings gewesen, haben sie sich dadurch doch einen enormen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschafft.

Bei kaum einem anderen Online-Shop ist es so einfach sich zu registrieren und Produkte zu bewerben. Es gibt kaum Wartezeiten oder Ablehnungen und die Conversion ist hoch.

Ein ganzer Industriezweig hat sich darauf fokussiert, den Affiliate Prozess zu optimieren. Es gibt spezielle WordPress Themes, extra Plugins, Link-Kürzer usw.

Ein Sprecher von Amazon bestätigte in dem Zuge die Änderungen einem Reporter von CNBC.

Der Amazon-Sprecher lehnte es aber ab, sich dazu zu äußern, ob die Entscheidung auf die Coronavirus-Pandemie zurückzuführen sei.

Der Sprecher sagte, Amazon bewerte regelmäßig seine Programmangebote, um sicherzustellen, dass es mit der breiteren Branche konkurriere, und fügte hinzu, dass solche Ratenbewertungen eine branchenübliche Praxis seien. 

 

So sehen die Provisionssätze aktuell aus:

Amazon Provisionen vor dem 21. April 2020

Amazon Provisionen vor dem 21. April 2020

 

Und so sehen die Provisionen ab dem 21. April aus:

Amazon Provisionen ab dem 21. April 2020

Amazon Provisionen ab dem 21. April 2020

Folgendermaßen sieht die E-Mail aus, die von Amazon an alle Teilnehmer versendet wurde:

Hello Associate,

We hope you are staying well during this time. We are writing to inform you of upcoming changes to the Amazon Associates Program Operating Agreement, which governs your participation in the Amazon Associates Program. All changes are effective as of April 21, 2020.

Visit the What’s Changed page to see a summary of these changes. You can also find the Operating Agreement, Program Policies, and the Fee Statement if you would like to refer to the current, pre-change versions.

Sincerely,

The Amazon Associates Program

 

Wenn man die Lupe ansetzen möchte, dann gibt es in der Mail ja doch einen minimalen Bezug zur aktuellen Coronakrise. Immerhin heißt es “We hope you are staying well during this time”.

Allerdings wurde dieser Bezug ja wie erwähnt nicht kommentiert.

 

Corona und Amazon

Amazon ist laut Medienberichten ein großer Gewinner der Coronakrise. Laut Tagesspiegel hat Amazon im letzten Monat 100.000 neue Beschäftige angestellt und hat jetzt bekannt gegeben, weitere 75.000 einzustellen. Während immer mehr kleine Läden pleite gehen, wird Amazon immer größer. Der Umsatz dürfte auf Grund der steigenden Onlinekäufe deutlich gestiegen sein.

Aktuell priorisiert Amazon die Auslieferung von wichtigen Produkten und stellt andere hinten an. In den USA wurde das Prime Pantry und die Verhandlung mit anderen Marken eingestellt. Außerdem wurde das Amazon Shipping zunächst gestoppt.

In Frankreich muss Amazon seinen Betrieb teilweise komplett einstellen. Wie Spiegel berichtet, wurden die Mitarbeiter in den Lagern nicht ausreichend gesundheitlich geschützt. Ein Gericht hat deswegen einige Standorte geschlossen.

 

Wie ist die Aussicht

Fest steht, dass sehr viele Menschen und Unternehmen von Amazon abhängig sind. Es gibt zahlreiche Foren und Beiträge von entrüsteten Affiliates und Co.

Amazon kann seine Marktmacht immer weiter ausbauen und nach belieben damit umgehen.

Aktuell wird es die Änderungen erst in den USA geben, aber meistens ist es ja nur eine Frage der Zeit, bis es dann in Europa nachzieht.

Mich persönlich wundert ist, dass die Provisionsstruktur in den USA sich doch deutlich von den deutschen unterscheidet:

Amazon Provisionen Deutschland Übersicht

Amazon Provisionen in Deutschland – vom 17. April 2020

Hierzulande wurde vor nicht allzu langer Zeit ja das Influencer Programm ins Leben gerufen und auch die “Indirekt Qualifizierten Verkäufe” veröffentlicht. Also eigentlich alles Maßnahmen, die schon mit einiger Weitsicht ausgerichtet sind.

Es bleibt abzuwarten, ob die Änderungen auch in Deutschland vorgenommen werden. Ich gehe aber mal stark davon aus.

Festzuhalten ist, dass Amazon immer schon in regelmäßigen Abständen Änderungen an den Provisionssätzen vorgenommen hat. Tatsächlich waren auch schon mal Erhöhungen dabei.

Dieses mal scheint es aber radikale Kürzungen in allen Bereichen zu geben.

Ich hoffe sehr, dass die Änderungen nur mit der aktuellen Corona-Krise zusammenhängen, wobei ich mir den Zusammenhang nicht ganz erklären kann. Denn eigentlich steigen aktuell die Umsätze von Amazon ja stark.

 

Was kann man tun

Zunächst ein Mal bleibt es in Deutschland bei den aktuellen Provisionssätzen. Dennoch sollte man sich darauf gefasst machen, das Änderungen kommen werden.

Als Affiliate oder Nischenseitenbetreiber sollte man darauf achten, dass man nicht zu abhängig von einer Firma wird! Anstatt also nur auf Amazon zu schauen, sollte man künftig auch andere Partnerprogramme nutzen. Natürlich kann man auch bestehende Nischenseiten mit anderen Partnerprogrammen ergänzen.

Aber natürlich, sollten die Änderungen kommen, wird es deutliche Einnahmerückgänge geben.

Vielleicht kann und sollte man dieses Vorgehen von einem Weltkonzern aber auch als Chance sehen!

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Wieso sollte man künftig nicht auch kleine individuelle Läden mehr unterstützen und bewerben. Es ist bei weitem nicht der Tod des Affiliate Marketings, nur ergeben sich eventuell neue Wege und andere Türen öffnen sich.

Das Amazon Partnernet wird sicherlich weiterhin ein wichtiger Baustein im Affiliate Marketing sein, aber nicht mehr als alleiniger Big-Player.

Ist jetzt die Zeit, um auch künftig kleine, individuelle Shops und Angebote als Affiliate zu unterstützen und zu promoten?

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Geschrieben von

Seit 2011 beschäftige ich mich intensiv mit Affiliate Marketing und habe mir dadurch ein automatisiertes Vollzeiteinkommen aufgebaut. Meine Mission ist es, dich zu motivieren und dir einen Weg zu zeigen, sich ein passives Einkommen zu verschaffen. Lerne mein System in der Affiliate School Masterclass

2 Kommentare

  • Daniel

    Hallo Christopher,

    vielen Dank für diesen Beitrag. Ich finde das ganze etwas beängstigend, welche Macht Amazon im gesamten Affiliate Marketing mittlerweile besitzt.

    Sollten diese Änderungen tatsächlich auch für Deutschland kommen, denkst du produktlastige Nischenwebseiten würden sich da überhaupt noch lohnen? Die Provisionskürzungen sind ja schon recht gravierend. Und das Angebot an konkurrenzfähigen Partnerprogrammen schätze ich in vielen Produktbereichen eher dürftig ein. Wie siehst du das?

    Viele Grüße
    Daniel

    • Christopher Hauffe

      Hi Daniel,

      ja, das sehe ich genauso wie du! Amazon nutz seine Machtstellung extrem aus, obwohl die Gewinne steigen. Andererseits muss man auch sagen, dass viele andere Plattformen die Macht von Affiliate Marketing unterschätzt haben. Ich hoffe, dass einige dort nachziehen werden. Alternative Partnerprogramme zu finden ist oft sehr mühselig.
      Ich glaube, dass sich produktlastige Nischenseiten weiterhin lohnen werden. Allerdings muss man deutlich mehr recherchieren und sich die passenden Programme raussuchen.
      Es werden sich irgendwann neue Wege ergeben, die wir jetzt noch nicht absehen können. Amazon hat ja auch das Influencer Programm gestartet. Hier bleibt abzuwarten, in wie weit man daran teilnehmen kann.

      Schön wäre es natürlich, wenn einfach alles so bleibt. Aber leider ist die Veränderung ein Bestandteil der Onlinewelt. Daran muss man sich gewöhnen. Hat bisher immer eine Lösung gegeben.

      LG, Christopher

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